Dienstag, 23. Oktober 2012

Damon Lindelof und Brad Bird graben in Disneys Vergangenheit, geben Fans Rätsel auf


Im Mai dieses Jahres wurde bekannt, dass Brad Bird als nächstes einen Sci-Fi-Realfilm für Walt Disney Pictures drehen wird, dessen Drehbuch von Lost-Mitsschöpfer Damon Lindelof und Journalist & Graphic-Novel-Autor Jeff Jensen stammt. Um die weiteren Details dieses Films machte das Studio ein großes Geheimnis. Und wie es scheint, möchte uns Disney weiter über den kryptisch mit 1952 betitelten Streifen rätseln lassen, denn die jüngsten Infos über den Film beantworten zwar ein paar Fragen, doch in bester Lost-Manier werfen diese Antworten zugleich zahlreiche neue Fragen auf:

Wie Vulture berichtet, erhielt Lindelof vergangenes Jahr nach seinen ersten das Projekt betreffenden Gesprächen mit Disneys Produktionschef Sean Bailey Zugang zu gut behüteten Schätzen aus dem Disney-Archiv, darunter eine Archivbox voller Dokumente aus Walt Disneys legendärer Entwicklungsschmiede WED Enterprises. Diese Box wurde ursprünglich mit That Darn Cat beschriftet, dem Originaltitel der 1965 ins Kino entlassenen, erfolgreichen Komödie Alles für die Katz von Disneys Regisseur des Vertrauens, Robert Stevenson. Der Filmtitel wurde auf der Box allerdings durchgestrichen und mit "1952" überschrieben. In Referenz auf diesen Schatz der Disney-Archive, sowie dessen Inhalt, betitelte Lindelof sein für eine siebenstellige Summe verkauftes Sci-Fi-Projekt. Und einigen Branchenquellen nach soll auch der Inhalt Bezug auf diese Dokumente Walt Disneys Bezug nehmen, die erste Entwürfe für ein Science-Fiction-Projekt darstellen. Ob es sich um einen nie verwirklichten Film, eine Serie oder eine Themenparkattraktion handelt, wird bislang geheim gehalten.

Lindelofs, Jensens und Birds 1952 zumindest soll tonal mit Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung der dritten Art verwandt sein und einen Mann in seinen mittleren Dreißigern in der Hauptrolle haben. Einen Disney-Kiddie-Film darf man also eher weniger erwarten, ebenso wenig, obwohl der Vergleich zum Spielberg-Klassiker es nahelegt, einen Film über Kontakt mit Außerirdischen. Zumindest eine dem Projekt nahestehende Quelle des Branchenblogs Vulture dementiert heftig, dass der Film mit Aliens zu tun habe.

Rund um den Film, und angeblich auch rund um die mysteriöse Dokumentensammlung Walts, soll Disney in naher Zukunft, sogar noch vor Drehbeginn, eine ausführliche virale Werbeaktion starten, inklusive solcher virtueller Schnitzeljagden wie rund um Tron: Legacy.

Welches abgebrochene, nach Alles für die Katz begonnene Disney-Projekt könnte nun mit Verspätung wieder an Zugkraft gewonnen haben? Erwartet uns eine riesige Dosis Disney-Fanservice für den erwachsenen, informierten Fan? Oder wird Walts aufgegebene Idee nur eine Randnotiz in Brad Birds nächstem Realfilm darstellen? Erwartet uns vielleicht nur ein Reboot von Die Katze aus dem Weltraum?

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