Freitag, 8. September 2017

Freitag der Karibik #59


Am Ende der Welt ist der musikalisch komplexeste Teil der Pirates of the Caribbean-Reihe. Und das liegt nicht bloß daran, dass sich der inhaltliche Fokus in diesem Film am stärksten von dem hinwegbewegt, was die anderen Parts erzählen. Abseits der größeren mythologischen Komponente, dem drohenden Ende aller Piraterie und der Gegenüberstellung zweier problembelasteter Liebesbeziehungen gibt es ein weiteres Element, das Chefkomponist Hans Zimmer dazu getrieben hat, das akustische Vokabular innerhalb der Filmreihe für Teil drei auszuweiten: Den grenzüberschreitenden Aspekt von Am Ende der Welt.

Mehr noch als die anderen Filme im PotC-Franchise ist Am Ende der Welt ein Reisefilm: Er führt von Singapur ins Reich von Davy Jones, zurück in die Karibik, und durch den Rat der Bruderschaft enthält er ein großes internationales Element, wie es die Vorgänger und Nachfolger so nicht aufweisen. Dies spiegelte Hans Zimmer in der Instrumentierung der Musikstücke wider.

Unter anderem sind in Am Ende der Welt ein armenisches Duduk, die chinesische Erhu (eine mit dem Bogen gestrichene Laute), eine italienische Piccoloflöte, ein Akkordeon, eine typisch irische Fidel, ein Banjo sowie ein rumänisches Zymbal zu hören. Darüber hinaus kommen eine singende Säge vor, eine Mandoline sowie ein asiatisches Schlaginstrument namens Taiko. In der Parlay-Szene wird zudem eine Mundharmonika zum Tönen gebracht, des Weiteren spielt Gore Verbinski höchstpersönlich die E-Gitarre. Die in Hans-Zimmer-Actionfilmen gern genutzten Synthesizer kommen unterdessen nur in der Davy-Jones-Reich-Seqenz zum Einsatz.

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