Dienstag, 8. Januar 2013

Oscars 2013: Meine Prognose für die Kategorie "Bester Animationsfilm"


Die Oscar-Kategorie "Beste Original-Filmmusik" mag die sein, in der ich besonders gerne miträtsle und passioniert meinen Favoriten die Daumen drücke, aber es ist selbstredend die Sparte für den besten Animationsfilm, in der ich mich mit größtem Eifer hinter einen Kandidaten klemme und alle anderen Entscheidungen der Academy als Frevel betrachte.

Oder eher "als Frevel betrachten würde", denn in den vergangenen Jahren gab es stets einen klaren Frontrunner, der die Monate vor der Oscar-Verleihungen in Sachen Kritikerverzauberung und Preise-Abstauberei beherrschte. Und dieser ist oft auch mein eigener Favorit. Im Normalfall war dies Pixars Film des Jahres, in der vergangenen Oscar-Saison war es dagegen Gore Verbinskis Rango, der die meisten Preise einsackte und bloß in wenigen Fällen wie bei den starverliebten Globes zurücksteckte.

Dieses Oscar-Rennen ist dagegen ein wirklich ungewöhnliches. denn es gibt keinen Film, für den es sich lohnen würde, seine Hand ins Feuer zu legen. Pixars Schottenmär Merida hat ihre Freunde, ihre lauten Feinde und sehr viele Anerkennungen der Güteklasse "Naja, passt schon ... irgendwie!", Ralph reichts hat große Fans, ein paar Zweifler, kam in Sachen Awards dagegen nicht ganz aus den Startlöchern. Es gibt zwei Stopmotion-Horror-Hommagen, die sich die Stimmen klauen können, einen emotionalen, aber gefloppten DreamWorks-Film, einen unauffällig-stillen Ghibli-Film ...

Derzeit sehe ich nur drei Nominierungen als nahezu garantiert an, nämlich:

  • Merida
  • Ralph reichts
  • Frankenweenie
Wer davon gewinnen wird? Da habe ich derzeit keine Ahnung, aber dass Pixar nominiert wird, ist trotz mancher Zweifler bei der visuellen Kraft sicher. Ralph reichts kam zu gut an, um ignoriert zu werden und Frankenweenie rockt momentan die Indikatorpreise. Aber wer sind die anderen zwei Nominierten? Ich habe etwas Furcht, ParaNorman zu nennen, denn er könnte Stimmen an Tim Burtons Film verlieren. Jedoch ist dieser Film ebenfalls sehr stark und zudem von den US-Filmen noch einer der cleversten.
Aber welcher Film nimmt den letzten Platz ein? Hüter des Lichts ist nicht unbeliebt, ging aber leicht unter und Arthur Weihnachtsmann schaffte es zuletzt als wesentlich stärkerer Feiertagsfilm auch nicht ins Rennen.  Die anderen US-Filme kann man bei ihrer Blödelei aber getrost ignorieren, womit sich der Blick auf die internationalen Filme richten muss.

Die Piraten! hat Charme, Witz und die Aardman Studios hinter sich, deren Knetfilme bei der Academy toll ankommen. Doch es wurde sehr, sehr schnell still um den Film. The Rabbi's Cat hat neben dem Piratenfilm als einziger Non-US-Animationsfilm dieser Saison eine Annie-Nominierung als beste Produktion ergattert, was ihn zu einem starken Kandidaten macht. Doch der kunstvolle The Painting dürfte ebenfalls einige Herzen in der Academy erwärmen.

So sehr ich es auch hasse, bei The Film Experience abzuschauen, ich gehe mit dem Annie-Vorteil und sage folgende zwei Filme als Rest des Oscar-Rennens vorher:
  • ParaNorman
  • The Rabbi's Cat
Und eure Tipps?

2 Kommentare:

Chaki hat gesagt…

Ich weis leider nicht, was Merida überhaupt zur Nominierung qualifiziert. Der Film hatte irgendwie nichts, was ihn für mich herausragend macht, ausser das eine Freundin von mir mich mit dem Film herausragend nervt.

Wreck it Ralph konnte ich leider nicht sehen, da mein Kino sich geweigert hat, die OV zu holen und ich den Deutschen Trailer schon grässlich fand.

Frankenweenie lief hier noch nicht an, daher konnte ich ihn nicht sehen und ParaNorman hat mich nicht dazu gebracht ins Kino zu gehen.

The Rabbi's Cat wiederum... ich kenne ihn nicht O_o Noch nie von gehört. Muss ich nachguggen.

Aber ermangels guter Filme, stimme ich deiner Top 3 zu. Definitiv nominiert, aber den Oscar kriegt sicher irgendein komischer Film den man im Mainstream nicht kennt.

Sir Donnerbold hat gesagt…

Kann dieses Jahr kaum passieren, da Merida, Ralph reichts, Frankenweenie, ParaNorman und die Aardman-Piraten nominiert sind. Die ersten beiden dürften sehr bekannt sein, Frankenweenie wurde auch genug betrailert und "Die Piraten" wurden vlt. wieder vergessen, aber sind auch noch relativ bekannt. "ParaNorman" würde ich am unbekanntesten einstufen, und der ist noch immer leichter zugänglich für das deutsche Publikum (in Sachen Verständnis UND in der Frage, wie man ihn legal erwirbt) als so mancher internationaler Streifen der vergangenen Jahre.

Kommentar posten