Donnerstag, 31. Juli 2008

Die Neuigkeiten aus Hollywood im Überblick

Heute gibt's die News mal im Kompaktformat:

  • Inglorious Bastards wird laut Variety wahrscheinlich von Universal Pictures koproduziert.
  • Laut Pete Docter liebäugelte Pixar lange mit Monster AG 2. Auf MTVs Anfrage, ob der Film auch umgesetzt wird, vermied Docter eine klare Antwort. Und schon starten die Gerüchte...
  • The Pixar Blog hat einige hübsche Bilder von Up!
  • Sony plant ein Spider-Man-Spinoff über Venom
So viel zu den News aus Hollywood. Und keine Sorge, dieses knappe Format halte ich nicht bei. Nur ist es heute halt soooo warm... ;-)

Mittwoch, 30. Juli 2008

"The Princess and the Frog"-Teaser

Charmant, liebevoll animiert, süß und witzig: Der Teaser zum nächsten, traditionell per Hand animierten Disney-Trickfilm ist da. Und verlernt haben die Leutchen unter den genialen Regisseuren Ron Clements und John Musker nichts...



Zum Teaser in HD

Dienstag, 29. Juli 2008

Top 11 Hottest Animated Women

Der Nostalgia Critic schlägt wieder zu, dieses Mal mit einer sehr... ungewöhnlichen... Hitliste: Die Hitliste der 11 schärfsten Frauen aus der Trickfilm-Welt. Dabei sind Serienfiguren ebenso vertreten wie Ladys aus Kinofilmen.

Ich wünsche euch, liebe Leserinnen und Leser, viel Spaß mit diesem Video.
Vor allem euch, liebe Leser. Aber wehe, ihr behaltet eure Finger nicht bei euch... Man plantscht nicht in Wasserfarbe!



Wenn ihr mich fragt, ist Platz 1 ziemlich vorhersagbar, doch das nimmt dem Video nichts von seinem Spaßfaktor. Allerdings frage ich mich durchaus, wie man diesen übertrieben Schlafzimmerblick und den zu dick aufgetragenen Lidschatten der Gewinnerin hübsch finden kann... Ich mein, klar, ich freue mich über diese Platzierung, da es irgendwie... Tradition hat, sie in solchen Listen auf der Spitzenposition anzutreffen und deshalb beschwere ich mich auch nicht. Angemerkt sei es trotzdem.

Über eure eigenen Hitlisten in den Comments dieses Beitrages würde ich mich sehr freuen (aber auch ein bisschen wundern).

Up!-Date über den nächsten Pixar

Pete Docter lieferte mit Die Monster AG seinerzeit den Film ab, mit dem sich Pixar für mich von einem ganz netten Animationsstudio in die Topriege des modernen Kinos katapultierte.
Nun, nachdem Findet Nemo, Die Unglaublichen und Ratatouille nochmal jeweils eine dicke Schippe Genialität draufgelegt haben und WALL•E nahezu unerfüllbar hohe Erwartungen schürte meldet sich Pete Docter mit dem für nächsten Mai angekündigten Up! zurück.

Im Rahmen der San Diego Comic Con veröffentlichte Pixar einen ersten Teaser, der außerordentlich nichtssagend und kurz ist, aber mit hübschem Design und guter Animation neugierig macht. Und die Verschrobenheit des Films wird auch gelungen übermittelt. Aber seht selbst:



(Oder auch auf der offiziellen Webseite)

Die Geschichte eines alten Kauzes, der mittels sehr vieler Luftballons sein Haus in die Lüfte erhebt und nach Südamerika reist, wo er zusammen mit einem Pfadfinder Monster und andere Widrigkeiten bekämpft ist ein weiterer Beweis, dass Pixar auf sämtliche Konventionen pfeift. AICN interviewte Docter bereits über den Film, und der Bericht ist einen Blick wert.

Up! wird sich mit Sicherheit weit oben in der Pixar-Riege einordnen, einen Top 3-Platz sage ich jedoch noch nicht vorraus. Dafür habe ich noch nicht genug vom Film gesehen.

Montag, 28. Juli 2008

Wein, Weib und Gesang

Unsere geliebte, musikalische Piratencrew aus Perth, Schottland, lässt einfach keine Ruhe. Auf der MySpace-Seite von Alestorm ist nun nämlich eine deutschsprachige Version des Saufsongs Wenches and Mead gestrandet: Weiber und Wein.

Dass die deutschen Anhänger von Alestorm einen Song in ihrer Sprache spendiert bekommen wird wohl verschiedene Gründe haben... Zum einen verriet die Band, dass ihre größten Fangemeinden in Großbritannien (Heimvorteil?), den USA (Respekt, Non-Amis haben's da schwer) und Deutschland (Yeaaaah!) beheimatet sind, zum anderen ist der neue Drummer der Band ein Deutscher. Und derzeit tourt die Band von einem deutschen Open-Air zum nächsten...

Dass zuviel Wein, Bier, Met und Rum die Truppe letzten Endes besoffen und in Experimentierlaune ins Tonstudio jagte ist natürlich nur ein Gerücht...

Weiber und Wein

Endlich zu Haus' mit Ruhm und Truh'
brauch' ich keinen Schlaf, noch brauch' ich Ruh'
ich geh' in den Pub auf ein paar Bier
mit Weibern tanzen, d'rum bin ich hier
ein Weib an der Seite, ein' Krug in der Hand
das bringt jeden um den Verstand
so sitz' ich hier mit Weib und sing
und trinke bis ich trunken bin

Hey hey
ich will mehr Weiber
Hey hey
mehr Weiber und Wein
Hey hey
ich will mehr Weiber
viele Weiber, ja das muß sein!

(Quelle: MySpace.com, dort kann man auch den Song hören)

Ob diese Version demnächst auch käuflich zu erwerben sein wird, wird uns nur die Zeit sagen können. Höchstwahrscheinlich aber... nicht.

Amy Smart gibt ein paar Details über "Crank 2" bekannt

Es ist nicht viel, aber immerhin etwas. Und nein, damit meine ich nicht Amy Smarts Bekleidung im obigen Fotos, sondern die Infos, die IGN aus Amy Smart über Crank 2: High Voltage rausbekommen hat.
Laut Smart spielt Teil 2 drei Monate nach dem witzigen, actiongeladenen Hochgeschwindigkeitsfilm Crank. Und Smarts Figur, die im ersten Teil noch einen leicht angekifftern, strunzdummen, aber relativ normalen Ruhepol darstellte, wird im zweiten Teil eine Stripperin sein, da ein bestimmtes Ereignis im ersten Teil (Kenner werden wissen, was gemeint ist) ihre sexuelle Sichtweise auf die Welt änderte.

Dies erklärt auch den Kleidungsstil auf dem Setfoto von Amy Smart.

Sonntag, 27. Juli 2008

The Weather Man

Gore Verbinski gehört zu den erfolgreichsten Regisseuren aller Zeiten - sonderlich bekannt ist der Kopf hinter Mäusejagd, The Ring und den Pirates of the Caribbean-Filmen jedoch nicht. Er steht einfach zu sehr im Schatten seiner drei erfolgreichsten Filme.
Dabei leistet Verbinski hervorragende Arbeit und ist ein besonders versierter Regisseur, der alle Fäden fest in der Hand hält. Dies zeigt sich auch in The Weather Man von 2005, Verbinskis Regiearbeit zwischen den PotC-Filmen.

The Weather Man war für mich ein absoluter Blindkauf, ich wusste nur, dass Gore Verbinski die Regioe übernahm, Nicolas Cage die Hauptrolle spielt, Michael Caine eine Nebenrolle hat und dass der Film an den Kinokassen unterging. Die ersten drei Infos reichten, um mich neugierig zu machen und zum Kauf anzuregen, und auf das Kinopublikum ist eh nur gelegentlich Verlass. Also... DVD besorgt und angeguckt!


The Weather Man handelt vom Chicagoer Wetteransager David Spritz (Nicolas Cage), der einen lokalen Prominentenstatus aufweist und beruflich eigentlich keinerlei Grund zur Klage haben müsste: Für wenig Arbeitsaufwand wird er fürstlich entlohnt und dank seiner Berühmtheit erhält er im Alltag immer wieder Vergünstigungen. Zudem erleichtert seine Bekanntheit das Flirten ungemein.

Doch diese glückliche Oberfläche, die er auch als gut gelaunter und stets lächelnder Wetterfrosch vor der Kamera auslebt, ist hauchdünn und zersplittert schon beim bloßen Ansehen: David ist geschieden, verlor seine Frau an einen heiteren, weichgespülten Wattebausch von einem Mann, seine übergewichtige Tochter ist das Gespött der Schule und sein 15-jähriger Sohn muss zur Drogentherapie. Das Verhältnis zwischen David und seinem Vater (Michael Caine als Pulitzer-Preisträger) ist unterkühlt, und trotz Davids Bemühungen kann er sich seinem kranken Vater nicht annähern.

Anstatt etwa eine dramatische, aber mittlerweile schon oft gesehene Geschichte über einen unglücklichen Versager zu erzählen, der sein Leben wieder in den Griff kriegt, erweist sich The Weather Man als atmosphärisch dichte Tragikomödie, in der es mehr um die Momentaufnahme einer Lebenssituation geht. Die Ansammlung von Emotionen und unterschiedlich entscheidenden Entscheidungen in Davids Leben bilden den Kern des Films, der liebevoll detailreich ist und gekonnt eine künstlerische Verfremdung des Alltags mit Realismus und Identifikationsmöglichkeiten vereint. Die Handlung tritt in den Hintergrund, bildet mehr den Rahmen des Films, bewahrt ihn dabei vor der Episodenhaftigkeit.

Wohl dosiert und unaufdringlich zieht Regisseur Gore Verbinski mehrere bildliche Motive durch den Film: Das Motiv des Wetters, des Bogenschießens und Fast-Food. Diese drei Elemente formen einen zeitgenössischen, künstlerisch durchdachten roten Faden durch die intellektuelle Ebene des Films, während der trockene Off-Kommentar von Nicolas Cage die emotionale Tragweite der gezeigten Situationen unterstreicht und zugleich mit trockenem und zuweilen auch skurrilen Humor zum schmunzeln einlädt.

Die Darsteller sind durch die Bank weg klasse, allen vorran Nicolas Cage, der mit diesem Film wieder daran erinnert, dass er mehr sein kann als der gewitzt-sakrastische Actionheld. Seine Darstellung ist facettenreich und lebensnah, zeigt jedoch auch die gegebene künstlerische Distanz zum "wahren" Leben.

The Weather Man ist dramatisch, leise, ungewöhnlich und überrascht mit unvorhergesehenen witzigen Momenten und ist deshalb jedem, der nicht zwanghaft auf eine klar definierte Handlung besteht, nur zu empfehlen.

Samstag, 26. Juli 2008

Kevin Smith über "Zack & Miri" und kommende Projekte

Kevin Smith äußerte sich auf der (ratet mal) San Diego Comic Con (richtig geraten!) über die Probleme, die er derzeit mit der MPAA hat. So verriet er, dass nach mehrmaligen Revisionen seine aktuelle Produktion Zack & Miri Make a Porno immer noch ein NC-17-Rating verpasst bekam. Sollte die MPAA bis zum 4. August nicht von ihrer Meinung abweicht, wird Smith wohl oder übel den Film kürzen müssen, da er vertraglich an ein R-Rating gebunden wurde.

Nach Zack & Miri folgt ein Low-Budget-Thriller von Smith, bevor er einen visuell anspruchsvollen Sci-Fi-Film in Angriff nehmen möchte.

Mehr bei /Film.

Jordan Mechner spricht über "Prince of Persia"

Im Rahmen der San Diego Comic Con, der wir ja schon einige interessante Neuigkeiten zu verdanken haben, äußerte sich auch der Prince of Persia-Erfinder Jordan Mechner über die kommende Big-Budget-Adaption von Produzent Jerry Bruckheimer.

So verriet Mechner gegenüber ComingSoon.net, dass er sich ursprünglich einen Animationsfilm auf der Basis des Spiels Prince of Persia: Sands of Time wünschte, dann aber der Versuchung einer Bruckheimer-Produktion nicht weiter widerstehen konnte.

Des Weiteren verriet er, dass das schwierigste am Drehbuch die Entwicklung der Charaktere war, da er sich eine emotionale Reise wünschte. Außerdem dachte er sich extra für die Verfilmung einen Namen für den Prinzen aus: Dastan, das ist persisch für Betrüger.

Am 19. Juni nächsten Jahres soll der Film in den US-Kinos starten, wir warten geduldig auf einen Trailer, der hoffentlich in bester Bruckheimer-Tradition ordentlich Zunder gibt.

Details zu "Race to Witch Mountain"

Irgendwie ist es ja unfair... Disney dreht einen neuen Film basierend auf seinem Witch Mountain-Franchise, und schafft es tatsächlich die paar eingetrudelten Interessierten davon zu überzeugen, dass der Film mit Dwayne Johnson kein peinliches Remake, sondern ein außerordentlich vielversprechendes Stück Disney-Kino wird, da gerät die gesamte Panel-Diskussion völlig in Vergessenheit, weil in ihrem Anschluss der Konzept-Trailer zu TR2N gezeigt wird.

Dabei ist Disneys andere Neuinterpretierung von eigenem End-70er, Früh-80er-Material ein weiteres kleines Highlight für Disney-Spielfilm-Geeks. Zwar konnte der Kult um die Witch Mountain-Filme nie nach Europa rüberschwappen (im Gegensatz zum Kult um Tron), aber das soll sie keineswegs degradieren.

Race to Witch Mountain ist weder ein Remake, noch eine Fortsetzung zu Escape to Witch Mountain und Return from Witch Mountain, sondern eine Neuinterpretierung, die mit viel Respekt gegenüber dem Original entsteht (alle Beteiligten sind Fans der beiden Originale) und auch Gastauftritte des Ursprungs-Casts aufweist. Zugleich soll Race to Witch Mountain jedoch auch moderner, spannender und actionreicher sein, als Vergleichspunkte wurden Nur 48 Stunden und die Bourne-Filme genannt, meldet Cinematical.

Mike (Blogger von Great White Snark) ging gegenüber /Film sogar noch weiter und bezeichnete das gezeigte Material aus Race to Witch Mountain als Big-Budget-Action-Movie, bei dem Transformers auf The Rock, 2001: Odyssee im Weltall und Starman trifft.

Und, oh Wunder, das alles ohne Jerry Bruckheimer als Produzenten, der ja in den letzten Jahren für die "riskantesten" Disney-Spielfilme verantwortlich war.

Freitag, 25. Juli 2008

Alestorm: Heavy Metal Pirates

Es gibt neues von der offiziell inoffiziellen Haus- und Hofband (oder müsste es hier Schiffs- und Heimathafenband lauten?) dieses Blogs! Alestorm veröffentlichte vor kurzem eine Internet-Download-Single, die es nie non-digital zu kaufen geben wird.

Nun, genauer genommen ist es Alestorms Plattenfirma Napalm Records, welche die Single Heavy Metal Pirates als Downloadtitel legalen Musikportalen wie eMusic zur Verfügung stellte. Dies kommt aber für uns Fans auf das gleiche hinaus: Erst darüber ärgern, dass man sich das Teil nicht normal im Laden kaufen kann (ich hab nunmal meine Besitztümer lieber greifbar in der Hand, anstatt sie rein digital auf dem PC verstauben zu lassen), danach die Single holen. Die paar Cent kann man für eine Truppe Piraten gerne Mal springen lassen.

Battleheart vs. Alestorm

Mit dem schräg gesungenen und recht chaotisch zusammen-arrangierten Demo-Song Heavy Metal Pirates voller übertriebener Piraten-Klischees und wildem Anachronismus machte sich die Band Battleheart in der Metal-Szene 2006 recht schnell einen Namen. Kultig-trashiger-Partymetal war der Konsens.
Battleheart heißt mittlerweile Alestorm und hat nicht nur einen schmucken Plattenvertrag in den Seemannshosen, sondern auch mehr Erfahrung auf dem Buckel. Die Musik muss auch nicht mehr im selber zusammengebastalten Tonstudio eingespielt werden, sondern entsteht in einem echten Profistudio. Mehr Zeit und mehr Anreiz für bessere Arrangements ist also gegeben.

Das 2007 in Lübeck aufgenommene, Januar 2008 veröffentlichte Album Captain Morgan's Revenge schlug ein wie eine Kanonenkugel und packte die Metal- und Rockszene in einem Würgegriff, bei dem der Kraken neidisch wird. Alestorm tourt derzeit von Open-Air-Festival zu Open-Air-Festival und gewinnt dabei immer mehr Fans. Kein Wunder also, dass die Plattenfirma daraus Kapital schlagen möchte und die bislang unveröffentlichte Neuauflage von Heavy Metal Pirates auf den digitalen Musikmarktplatz aufschlagen lässt.

Doch hinter all dem Materialismus steckt vielleicht auch ein kleines bisschen künstlerisches Kalkül. Denn die Single-Version des alten Battleheart-Schinkens ist um einiges griffiger, rockiger und vor allem auch besser produziert als das "Original". Dank der Veröffentlichung des gemeinsam mit dem Album entstandenen Tracks lässt sich der musikalische Reifeprozess der verrückten Korsaren hervorragend nachvollziehen. Und davon kann Alestorm ja nur profitieren.

Heavy Metal Pirates (2008)

Die neue Version von Heavy Metal Pirates ist besser eingespielt, auf Hochglanz poliert (so gut man einen alten, piratigen Enterhaken halt polieren kann) und vor allem gut arrangiert - doch der Text bleibt der alte. Piratige Phrasen im Zusammenspiel mit dem anachronistischen Heavy Metal. Hier stolpert Alestorm ein bisschen aus dem Konzept und erzählt nicht mehr weiter die von Filmen und Romanen geprägten Seemannsgeschichten in wasserdichtem Stile, sondern lässt die Moderne der Musik auch im Text durchschimmern, ist dabei auch witziger, augenzwinkernder.

Es verwundert nicht weiter, dass dieser Song nicht auf's Album kam, schließlich stellt er einen stilistischen Bruch dar. Doch er ist auch viel zu schade um unveröffentlicht zu bleiben. Auch wenn es nicht Alestorms bestes Stück ist, so ist er auch nicht der schlechteste Part ihres metalllastigen Waffenarsenals.

Viel mehr ist Heavy Metal Pirates ein grundsolider, nicht ganz ernstzunehmender aber gerade dadurch mit Funfaktor bestechender Metal-Song, der ins Ohr geht und dort auch bleibt. Das stärkste am Stück sind eindeutig die eingängigen Soli, die (in dieser Version zumindest) auch gekonnt geschrieben sind und auch so ausgeführt wurden. Mit Ausnahme der Akkordeonsounds (sicherlich aus dem allmächtigen Keyboard stammend) klingen diese und der allgemeine Tonfall des Songs jedoch sehr modern, womit die piratige Stimme des Sängers stärker ungewöhnlich raussticht als auf den zahlreichen Albentiteln der Band. Den soundtrackhaften, erzählerischen Stil bewahrte sich Alestorm jedoch auch bei diesem Titel.

Viel mehr gibt es zu Heavy Metal Pirates eigentlich nicht zu sagen - es ist ein guter Funtitel, mit dem sich Alestorm zwar kaum Horden von neuen Fans rekrutieren wird, der sich aber ganz gut ins ihr Werk einfügt und denen, die bereits Fan sind, sicher auch ein fröhliches Seeräubergrinsen entlocken wird.

Mehr Piratenmusik:

Disney raubt Filmgeeks den Atem!

Auf der San Diego Comic Con gingen die Gerüchte um, dass die Disney-Ankündigung einen großen Schocker beinhalten wird. Und diese Gerüchte sollten Recht behalten. Als das Panel mit dem Cast von Race to Witch Mountain zu Ende ging (und so laut Ankündigung auch das gesamte Disney-Panel des Tages), und die ersten bereits die Halle verließen, haute Disney noch einmal in die vollen und zeigte ohne weitere Ankündigung das erste fertige Material "einer Fortsetzung eines unserer beliebtesten Franchises"...

Schnell war die Halle wieder gefüllt, die Spannung soll den Berichten nach zum schneiden gewesen sein. Der Filmprojektor surrte los...

Ruhiges Gewässer. Sanfte Akkordeonmusik. Am Horizont... ein kleines Boot. Die ersten Zuschauer fingen bereits an zu jubeln... Die Kamera zoomt immer näher. An Bord des kleinen Boots... Geoffrey Rush in voller Montur... BARBOSSA! Wildes Gejubel unter den Anwesenden. Sie werden leiser als Barbossa den Mund aufmacht...

"God'damn... Sparrow!"

Was dann reinhaute war... war...

Nichts geringeres als eine absolut brilliante Promo-Reel für Pirates of the Caribbean - Battle for Atlantis! OH MEIN GOTT!!!

Riesige Schiffe, halsbrecherische Stunts und Schwertgefechte, ein superb aufgelegter Johnny Depp (der irgendeinen seltsamen blauen Stein am Hals trug... wird wohl was mit der Story zu tun haben), gigantische und bedrohlich wirkende Luftschiffe (aha, die Steampunk-Story hat sich durchgesetzt) und ein verflixt geiler Soundtrack. Und am Ende der Promo-Reel eine surrelistische Szene auf Tortuga... Eine Band spielt auf dampfbetriebenen E-Gitarren (oder heißt es dann D-Gitarren?), Bässen und Keyboards eine Rockvariante von He's a Pirate!






Okay... natürlich nicht... Aber das, was wirklich passierte war ähnlich sensationell.
Als die ersten den Saal verließen rannte der Moderator wieder auf die Bühne und kündigte folgendes an: "Stay in your seats please. We have something else to show you folks. Something that won't be in theaters for another year or so."

Nachdem die Lichter wieder gedimmt wurden und das Walt Disney Pictures-Logo erschien, wurde die Leinwand wieder mit Schwarz gefüllt. Es folgte das Bild eines CG-animierten Menschen, der neonfarbene Linien um sich herum hatte. Dies soll bereits für die ersten Jubelsschreie gerreicht haben, und ihr könnt euch denken, wie das Publikum erst ausflippte als ein gelbes und ein blaues Lightcycle am schwarzen Horizont auftauchten...

Die Promo-Reel für Tron 2... Die Prom-Reel für Tron 2 verflucht noch eins!

So lange kündigte Disney neues von Tron an, doch immer wieder verstummte es nach der Ankündigung. Und nun zeigt Disney tatsächlich eine aufwändig animierte Promo-Reel in der nostalgisch-angehauchte, aber unter modernsten Maßstäben animierte Lightcycle sich auf einem mehrebigen Rennfeld einen energischen Wettkampf liefern. Und am Ende des Kampfes sieht man niemand geringeres als einen gealterten Jeff Bridges von einem weißen Raum auf das Schlachtfeld herabblicken, wo sein jüngeres Ich gerade den Kampf gewonnen hat.

Der unter ihm liegende, blaue Kämpfer bettelt um sein Recht zu leben: "Hey, it's only a game!"
Doch Bridges' Figur hat kein Erbarmen, schnappt sich seine Disc und setzt zum Mord an, als der Titel des Films erscheint:

TR2N

Auf der Comic Con sind ja hauptsächlich Filmgeeks anzutreffen, und man kann sich vorstellen, wie die danach ausgeflippt sind vor lauter Begeisterung.
Disney hüllt sich über diesen Film zwar in Schweigen, aber ein paar Infos sind wohl durchgesickert:
Das gezeigte Material wurde gedreht, um die Chefetage Disneys für das Konzept zu begeistern, ist also nicht aus dem eigentlichen Film entnommen, sondern präsentiert nur sein Design (und ggf. auch seine Story). Eine kleine Filmcrew drehte das Material mit Bridges und musste mehrere Verschwiegenheitsklauseln unterschreiben, um das Projekt geheim zu halten.
Das Material wurde von Joe Kosinski gedreht, der auch bei den XBOX 360-Werbespots für Halo 3 Regie führte. Und eigentlich sollte das Material in 3D gezeigt werden, jedoch wurden die Bildinformationen für das rechte Auge nicht rechtzeitig fertig gestellt.

Wenn ich mir die begeisterten Berichte von Jim Hill, Slashfilm und Quint (von AICN) durchlese, die allesamt sagen, dass das Design dem alten Tron gerecht wird, aber zugleich auch modern genug ist, so wird mir richtig warm ums Herz. TR2N könnte ein geniales Stück Geek-Kino werden, und wenn sich die Crew bereits für die Promo so viel Mühe gibt, wie ambitioniert muss dann erst die eigentliche Produktion sein?

Ich fühle mich jedenfalls in meiner Entscheidung, den neuen Tron auf Platz 7 meiner 70 am heißesten ersehnten Disney-Filme gesetzt zu haben, bestätigt.
Jetzt heißt es abwarten, bis jemand die Promo-Reel online stellt.

Red Sonja tötet Ende 2009 (und weitere Neuigkeiten)

Entgegen einiger Gerüchte ist die Beziehung zwischen Kult-Regisseur Robert Rodriguez und seiner neuen Muse Rose McGowan intakt und gesund, und dementsprechend wohlauf sind auch ihre gemeinsamen Projekte. Vor allem die erst Ende Juni angekündigte Comicverfilmung Red Sonja legt ein Mordstempo hin. Auf der San Diego Comic Con 2008 sprachen Rodriguez und McGowan über den Film und andere Projekte des Texaners:

Red Sonja ist derzeit für das letzte Quartal 2009 geplant, das Casting findet derzeit noch statt, nur die Hauptrolle ist bereits vergeben (und zwar - überraschenderweise - an Rose McGowan).
Der düstere und blutige Film mit Rachemotiv wird definitv für ein R-Rating gedreht, dafür steht Robert Rodriguez mit seinen Initalen: My name is double R!
Als Regisseur wird, wie im Juni angekündigt, Douglas Aarniokoski fungieren, jedoch verriet Rodriguez, dass er ebenfalls bei einigen Sequenzen Regie führen wird, und dass er den Produzenternposten nur übernahm um gewerkschaftlichen Problemen vorzubeugen. Ginge es nach Rodriguez würde auf Red Sonja ein neuer Conan-Film folgen (mit Danny Trejo als Conan).
Red Sonja wird hauptsächlich "on Location" gedreht, zum Teil aber auch vor Green Screen.

Über seine weiteren Projekte verriet Rodriguez folgendes: Barberella ist erstmal Geschichte, dafür drehe er ja Red Sonja, einen großen Sommer-Blockbuster untd "something else" für Miramax.
Pläne, den Grindhouse-Fake-Trailer Machete zu verfilmen gab Rodriguez noch nicht auf, derzeit hofft er auf ein DVD-Triple-Feature inklusive (Fake?-)Trailer für Planet Terror 2.
Das Sin City 2-Skript von Frank Miller ist fertig, jedoch ist unbekannt wie es mit dem Projekt weiter geht, da Miller und Rodriguez an jeweils anderen Projekten schwer beschäftigt sind.

Mehr Infos gibt's hier und hier.

(Bildquelle: MTV)

Das neue Fernsehjahr mit Pro7

Quotenmeter.de präsentiert ProSiebens Pläne für das kommende Fernsehjahr (Ende 2008/Anfang 2009), und die wichtigsten Infos möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Unter anderem wird ProSieben den Mystery-Montag endgültig aufgeben, viel mehr wird der erste Abend der Woche ein Potpourri aus dem Pro7-Programm anbieten: Um 20.15 Uhr wird der Sender die neue Staffel der Simpsons ausstrahlen, im Anschluss folgt Crime (u.a. die siebte Staffel von 24) und Mystery (u.a. 4400, Eureka, Primeval und ab 2009 auch Lost).

Der Serien-Mittwoch bleibt in der Hand von Desperate Housewives und Grey's Anatomy. Doch neben der soapigen Kopie wird auch das Original am Mittwoch seine Heimat finden: Die einzigartige, oft kopierte, nie erreichte Serie aller Serie, Scrubs - Die Anfänger wird mittwochs um 22.45 Uhr seine neuen Episoden präsentieren, direkt im Anschluss der neuen Serie Samantha Who?

Im Bereich der eigenproduzierten Comedy wird ProSieben im kommenden Fernsehjahr neben Stefan Raab auch neue Stromberg-Folgen (yeah!) und Comedystreet (ok) und Switch Reloaded (yeah!) zeigen. Das größte Comedyhighlight sollte aber unbestritten die neue Staffel der einzigartigen Mystik- und Castingshow-Groteske The Next Uri Geller.

So lange Scrubs nicht abgesetzt wird, Lost einen brauchbaren Sendeplatz bekommt und die neue Staffel Uri Geller herrlich peinlich bleibt, wird der Fernsehzuschauer im neuen Jahr also viel zu lachen haben.

Donnerstag, 24. Juli 2008

MTV plant Remake von "Rocky Horror"


Ja, richtig gelesen! (Ex-)Musiksender MTV plant ein Remake des Kult-Musicals The Rocky Horror Picture Show.
Lou Adler, der ausführende Produzent des grotesken Klassikers, plant mit 20th Century Fox und MTV ein zweistündiges Remake auf der Basis des Original-Drehbuchs, wobei die Neuauflage auch neue Songs beinhalten soll.
Branchenblatt Variety spricht von dem Film als TV-Produktion, die Halloween 2009 starten soll, jedoch halte ich eine Kinoauswertung nicht für ausgeschlossen (MTV mischt ja des Öfteren auf dem Kinomarkt mit).

Genauso wenig wie eine Kinoauswertung halte ich außerdem zahlreiche Proteste von Fans des Originals für ausgeschlossen. Die Hasstiraden dürfen gerne beginnen. Allein MTV bietet genug Angriffsfläche... Tut euch also keinen Zwang an, meckert in den Kommentaren zu diesem Posting gerne los!

Pixar-Comicreihen angekündigt

Das noch junge Comic-Verlagshaus Boom! Studios sgab am 23. Juli bekannt, einen Vertrag mit Disney/Pixar-abgeschlossen zu haben.
Demnach wird Boom! ab diesem Jahr Comics mit den Charakteren aus verschiedenen Pixar-Produktionen veröffentlichen, darunter Findet Nemo, Toy Story, Monster AG, Die Unglaublichen und WALL•E.

Mehr dazu in der offiziellen Pressemitteilung.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Rock Harz 2008 - Schwermetall im Zeichen der Hexe


Sommerzeit, Urlaubszeit, Blockbusterzeit und vor allem Open-Air-Zeit. Wann sonst würden sich zahllose Open Airs anbieten, hier im doch recht kühlen Westeuropa?

Open-Air-Musikfestivals gibt es wie Sand am Meer und jeder kann dabei etwas finden, das ihm musikalisch gefällt. Von Klassik über Jazz zu Rock, aber auch Hip Hop, Techno, Reggae und, und, und...
Die Rockmusik ist jedoch weiterhin vorherrschend, wohl auch aufgrund ihrer mannigfaltigen Subgenres und -strömungen. Und hey, ich werde mich über die Vormacht des Rocks in Sachen Musikfestival wohl kaum beschweren.

Bei der Vielzahl an Festivals lässt sich auch ein herrliches Größenspektrum finden, da gibt es alles von winzigen Festivals mit unter 1.000 Besuchern bis hin zu solchen Mammut-Festivals wie Hurricane (50.000 Besucher), Wacken Open Air (65.000 Besucher) und Rock am Ring (90.000 Besucher).
Da die ganz großen Festivals jedoch nicht nur ziemlich teuer sind, sondern auch schnell ausverkauft und zudem viel zu sehr gedrängt und mit Idioten überlaufen sind, sollte man sich auch auf die Suche nach gelungenen kleinen Festivals begeben.

Eins davon ist das mittlerweile 15 Jahre alte Festival Rock Harz, welches dieses Jahr rund 5.000 Besucher erwartete und mit Torfrock, Within Temptation, Knorkator, Amon Amarth und Saxon auch einige beeindruckende Bands im Main-Billing versammeln konnte. Doch neben diesen auch außerhalb der Rock- und Metal-Szene bekannten Bands gab es sehr viel sehenswertes. Darunter auch niemand geringeres als die einzige "True Scottish Pirate Metal"-Band auf den sieben Weltmeeren.

Kein Wunder also, dass es auch mich dorthin verschlagen hat.

Stell den Campingwagen nich' dahin, oder du hast ein Motorrad drin!

Das Festival fand dieses Jahr vom 17. bis zum 19. Juli statt, doch da das kleine Städtchen Osterrode (in der Nähe des Brocken) so weit von unserer Heimat entfernt ist und wir uns nicht hetzen wollten, ging es bereits am Dienstag mit mehreren Autos und einem picke-packe-vollen Anhänger auf in den schönen Harz. Camping, Vorfeiern, Einstimmen. Raus aus der Zivilisation, hinein in die chillige und gemeinschaftliche Welt des Camping. Alles gehört jedem, Nahrungsmittel und Hygieneartikel sind beschränkt. Campingstühle sind das oberste an Bequemlichkeiten, das modernste in der eigenen kleinen Zeltstadt sind Handys und Mp3-Player, die jedoch zum Strom sparen meistens ausgeschaltet waren (jetzt wisst ihr auch, warum letzte Woche der Blog eine Pause einlegte).

Ein Camping- und Zeltfreund war ich noch nie so wirklich, es ist zu viel Arbeit und zu unbequem, außerdem ist man dem Wetter mehr oder weniger ausgesetzt. Und das Wetter war uns nicht gerade freundlich gesinnt. Kurze Sonnenphasen waren eine Seltenheit, dicht bewölkt war der erfreuliche Durchschnitt. Doch immer wieder fisselte und nieselte es. Und zu Mittag- und Abendbrotzeiten fing dann meistens der richtige Regen an.
Dafür war aber die Campinggemeinde freundlich zu uns. Solche Drohungen wie in der Überschrift (aus Torfrocks "Beinhart!") gab es nicht zu hören, stattdessen begrüßte uns der Boss des Campinggeländes sehr freundlich und war immer mit Rat, Tat und einer helfenden Hand zur Seite.
Nach 2 Tagen Vorfeiern und der Tilgung sämtlichen Grillgutes ging es dann auf zum Festivalgelände. Neuer Zeltplatz, neue "Nachbarn". Ein freundliches Völkchen aus Ü-30ern mit riesiger Zeltkonstruktion und fetter Musikanlage. Gute Musikauswahl und unaufdringliche Lautstärke. Die Stimmung unter uns war auch großartig, und so wurde das notwendige Übel namens Zelten immerhin ganz spaßig.
Doch das Festival war der Grund für die weite Anreise, und somit konnte ich dessen Beginn natürlich nicht länger erwarten.

Met & Mietzen

Das Metal-lastige Rockfestival sollte dann um 16.15 Uhr nach einem Umzug durch die Stadt auch endlich loslegen. Zu Beginn lies man dann auch nicht direkt die härtesten und lautesten Bands auf die zwei Bühnen (Hauptbühne: 200m² Spielfläche) los, sondern läutete die drei Festivaltage mit einem bunt gemischten Party-Programm ein. Die noch junge und unbekannte Combo "Noise Drug" durfte dank ihres Gewinns bei einem Contest den Anfang machen und sollte sich aufgrund ihrer flotten Art bei manchem Besucher eingeprägt haben. Und der Heimorgel-Gott Mambo Kurt sorgte später mit seinen Metal-Coverversionen auf Bühne 2 gleich zweimal für den wohl schrägsten Auftritt des Festivals.

Richtig los ging es mit den Stimmungsgaranten von Feuerschwanz, einer bislang leider noch sehr unbekannten Truppe von heiteren Gesellen, die mit lockerer Mucke im mittelalterlichen Stile und frech-gewitzten Texten über das "feyern", schönen Magden, Alkohol, schönen Magden und "Vögelei" den Nagel auf den Kopf treffen. Fetzige Melodien im altertümlichen Gewand, jede Menge Comedy und ein selbstbewusst-ironischer Auftritt brachten die Zuschauer in die richtige Laune und ließen sie bei Songs wie "Der Glöckner" (von Notre Dame), "Verteidiger des wahren Mets" und "Met & Mietzen" laut mitsingen und über das (zu diesem Zeitpunkt noch halbwegs trockene) Festivalgelände herumhüpfen. Der wilde Haufen und seine Mischung aus Mittelalter und Jack Blacks Comedyrock-Band Tenacious D eroberte im Anschluss an ihren 45-minütigen Auftritt noch zusätzliche Sympathiepunkte, indem sich die Band unangekündigt unter das unritterliche Gefolge mischte und für Autogramme, Diskussionen (vor allem über guten Met) und Fotos bereitstand.

Das Festival, das so früh mit Humor und lockerer Musik (sowie Gratis-Met von der Band) geprägt wurde, behielt diese Stimmung übrigens bis zum Schluss bei. Die Security war freundlich und zu Scherzen aufgelegt und die Besucher waren selbst im angesoffensten Zustand in Feier- und nicht in Prügellaune. Selbst bei den wildesten Mosh-Pits wurden denjenigen, die es dann doch hinwarf schnell Hilfe angeboten wieder aufzustehen. Und dies wirkte sich auch wieder auf die Laune aus: Es wurde friedlich, aber auch heftig und ausgiebig zur Musik abgerockt, ohne zu zoffen. Dementsprechend gemeinschaftlich und locker-angeheitert war dann auch die Stimmung auf dem Camping-Gelände ("Hey Leute, uns sind die Brote ausgegangen. Ich sehe, ihr habt total viel... Kann ich für meine Kumpel zwei, drei haben? Kriegt dafür ne Packung Frikadellen! [...] Joh, danke!").
Leider kann das nicht jede Musikveranstaltung von sich behaupten.

Als Headliner des lockeren Party-Donnerstags trat abschließend von 22.30 Uhr bis Mitternacht die norddeutsche Band Torfrock auf und zeigte, dass in den alten Herren noch immer viel Rock steckt und dass es auch neben "Beinhart!" gute Songs von ihnen gibt. Zu einem großen Freund ihres nordischen Party-Rocks bin ich dadurch jedoch auch nicht geworden ("Beinhart!" ist super, sonst finde ich sie eher durchwachsen), aber auf mich als Fan kann die Band auch gut verzichten, wenn man mal sieht wieviele Leute allein an diesem Abend zu ihnen abfeierten.



Set Sail and Conquer

Besonders bunt gemischt war das Feitags-Lineup. Wikinger-Metal, die Classic-Metal-Oldstars Saxon, avantgardistische Lichtshow-Effekte bei Atrocity, Comedy-Truppen, Death Metal, Emo (Buuuuh!), Hate2Lose mit Alternative Stonercore (drei Sub-Subgenres nochmal vermischt!) und vieles mehr sollten am zweiten Festivaltag von 12 bis 1 Uhr jeden zufrieden stellen und nicht nur vereinzelt Fans anlocken, sondern auch Neugierde bei den Anwesenden wecken. Und das hat man auch geschafft, so dass sich die Anhänger der einzelnen Strömungen vereinten und von Bühne zu Bühne wanderten.

Das unbestrittene Highlight des Tages war natürlich der Auftritt der offiziellen Lieblingsband dieses Blogs, den schotttischen Piratenmetallern von Alestorm, deren exzellentes Album nicht nur hier im Blog herausragende Kritiken erhielt.
Ein Blick auf die Running Order des Tages zeigte jedoch, dass die Festivalgestalter Alestorm nicht ganz so viel zutrauten. Anstatt die Hauptbühne zu rocken wurde Alestorm auf die wesentlich kleinere "Second Stage" platziert.
Wahrscheinlich rechneten die Organisatoren nicht mit dem enormen Ansturm auf Alestorm, den es dann letzten Endes gab. Noch vor dem Soundcheck drängten sich die Massen vor die kleine Bühne und alsbald fanden sich Menschenmengen vor der Second Stage wieder, wie man sie nur von Topacts kannte. Eng gedrängt und in zahllosen Reihen standen leicht erkennbare Fans der Band (Piratenhüte, billige Piratenhüte, Karnevals-Piratenhüte, Alestorm-T-Shirts, Piratenkleidung,...), Anhänger und Neugierige unter dicht bewölktem Himmel und warteten darauf, dass die drei schottischen Pirrrraten und ihr schlagzeugender, deutscher Freibeuter-Kollege loslegen.

Im Laufe des Soundchecks gab es dann jedoch einige kleinere technische Probleme, und die dadurch entstandene, dreiminütige Verzögerung versuchte die Band durch piratiges Geschrammel auf ihren Instrumenten zu überbrücken. Die Technikcrew konnte dann schließlich doch noch die Probleme entdecken und beheben. Und dann ging es los: Alestorm eröffnete nach einer Begrüßung des Publikums durch Sänger und Keyboarder Christopher Bowes mit dem energischen Stück “Over the Seas”. Die perfekte Mischung aus dynamischem Power-Metal, der richtigen Härte, einer eingängigen Melodie, jede Menge Mitgröhlfaktor und einer dicken Prise Piratenflair heizte den zahlreichen Zuschauern richtig ein und schnell wurde klar: Diese Band tritt nächstes Jahr auf der Hauptbühne auf!
Das Publikum ging durchgehend mit, viele hatten bereits eine Textsicherheit wie man sie sonst nur von Fans alteingesessenener Showhasen kennt, und die ausgelassene Partystimmung lockte weitere Neugierige in die hintersten Reihen.


Trotz der noch eher geringen Bühnenerfahrung wussten auch die Korsaren auf der Stage, was zu tun war, und so jagten der Gitarrist Gavin Harper und Bassist Dani Evans mit ihren Bandanas und dicken Piraten-Dreadlocks über die Bühne und posierten auf den dicken Verstärkern am Rande der Bühne, während Sänger Bowes mit dem Publikum interagierte und jede Menge Piraten-Charme versprühte, mit einem charismatischen Errol-Flynn-Helden-Lächeln und seeräuberischen Gebärden.

Nach einigen der schnelleren Songs liefen die Alestorm-Piraten im Hafen Tortugas ein und brachten mit “Nancy, the Tavern Wench” richtige Kneipen-Schunkelstimmung auf. Und als krönenden Abschluss gab Alestorm die live mit längeren Soli aufgepowerte Bandhymne, die epische Nummer “Captain Morgan’s Revenge” zum besten, während der die Rocker-Korsaren mit den auf die Bühne geschmissenen Piratenhüten herumalberten. Und, als hätte Calypso an den verrückten Musikern Gefallen gefunden, gab es während einer dramaturgisch perfekten Stelle auch noch einen kinoreifen Regenschauer in die Gesichter der Band, der sie endgültig wie verwegene Ganoven der sieben Weltmeere aussehen ließ.

Kein Wunder, dass die gierige Meute auf der matschigen Wiese nach mehr schrie, doch die Verzögerungen zu Beginn des Auftritts und der enge Zeitplan der Festivals machten eine Zugabe leider unmöglich. Aber beim nächsten Mal klappt es bestimmt - und dann auch auf einer Bühne, die all dieser Piratenhaftigkeit gebührend Platz bietet. Alestorm setzt die Segel und wird die Rock-, Metal- und Piraten-Szene erfolgreich erobern. Das ist so sicher wie das “Arr!” auf einem Piratenschiff.

Wir werden alle sterben

Mit einem gänzlich anderen Kaliber von Metal wurde das Städtchen Osterrode am späten Nachmittag überrollt: Die Chaoten und selbsternannten "Tunten des Heavy Metal" von Knorkator traten auf die Hauptbühne des Festivalgeländes und sorgten für Lachflashs und heftiges Headbanging. Die schrägen Berliner mit ihrem ganz eigenen Humor, der anspruchsvolle Satire mit jeder Menge Schwachsinn vermengt, sollten manchen noch von ihrem außerordentlich dämlich-depperten "Ick wer zun Schwein" bekannt sein, mit dem sie seinerzeit hinter Stefan Raab beim ESC-Vorentscheid landeten.

Wer Knorkator durch diesen Auftritt eher ablehnend gegenübersteht, sollte der Band eine neue Chance geben. Denn die herrlich-übertrieben harten Gitarrenriffs (oder je nach Songs triefend-pathetischen Melodien) und die verrückten Texte ergeben bei den besten Songs der Band eine fantastische Symbiose. Und vor allem live ist das ganze noch eine Nummer interessanter. Wenn der Sänger Stumpen in enger Badehose über die Bühne flitzt und die restliche Band einfach nur schräg ist, ergibt sich bereits ein skurriles Bild, doch sobald die Band in ihren Liedern z.B. ihre Fans beleidigt und das gesamte Festivalgelände dazu abrockt und mitgrölt, stellt sich automatisch ein inneres Dauergrinsen ein, das nicht aufhören will. Ob das höchst-ironische "Ich habe Geld" über den Segen der Musikindustrie oder das als "internationale Nationalhymne" angekündigte Lied "Wir werden alle sterben", bei dem alle heiter mitsingen, Konrkator bot den Leuten auf Rock Harz ein unverwechselbares Erlebnis. Und viele Ohrwürmer.

Als komplettes Gegenteil trat als nächstes auf der Hauptbühne das 18-köpfige Klassik-Mittelalter-Orchester Haggard auf, das zeitgenössische klassische Musik mit Heavy Metal und Mittelatler-Metal kreuzt und deren Auftritt zu den anspruchsvollsten, aber auch schönsten des Festivals gehörte.

Death in Fire

Nachdem die Hauptbands am späten Freitag (Down Below, Atrocity, Saxon) heftig, aber melodiös rockten, begann der Samstag mit Metal der dunkleren Sorte: Death Metal, Metalcore, Black Metal, Gothic beherrschten das Lineup des frühen Samstags, und dies sah man auch den Besuchern an. Langhaarige, bärtige Kerle in Jeans, T-Shirts und Leder wichen blassen Leutchen mit knatschrot- oder tiefschwarz gefärbten Haaren. Sonst änderte sich aber nichts am Festival, und gegen Mittag mischten sich auch Pogo-Fans zwischen dieses Publikum. Nun war härtester Trash-, Headbang- und Rumhüpf-Metal angesagt, Moshpits und Walls of Death allerorten.


Der Mix wurde gegen Abend weiter aufgelockert, mit herrlich klassischen Rock-Bands, darunter die in der Tradition von AC/DC stehende Truppe "Ohrenfeindt".
Ähnlich unbekannt, aber im Gegensatz zu Ohrenfeindt (kommend von der Waterkant) weiter angereist ist Benedictum, eine Heavy Metal- / Hard Rock-Truppe aus Südkalifornien, deren Mucke an die Metal- und Rock-Heroes der späten 70er und 80er erinnert. Die extrem rauchig-kernige Stimme der Sängerin klingt so, als hätte Ronnie James Dio ein uneheliches Kind mit Tina Turner, die Band selbst haut wild und mit Charisma auf ihre Instrumente, die Songa sind eingängig. Nur der eher affektierte Auftritt der Sängerin, der viel zu einstudiert wirkte, nahm den Rockerfreuden ein wenig an Zugkraft.

Ab 21.30 Uhr ging es dann auf das Finale von Rock Harz zu: Die "Melodic-Death-Metal"-Wikinger von Amon Amarth rockten 75 Minuten lang los und beeindruckten mit waschechtem Rockerdasein, düsterer Stimme, heißen Gitarrenriffs und ihren einmaligen Headbang-Qualitäten. Die heiße Pyroshow bei Titeln wie "Death in Fire" setzte dem wilden Rock noch die Krone auf.

Direkt im Anschluss lockten die Jungs von "Eisbrecher" zum letzten Mal auf Bühne 2, während sich parallel zum Auftritt schon die ersten gute Plätze für den Headliner des gesamten Festivals sicherten.


I'd Give My Heart

Die niederländischen Chartbreaker Within Temptation sollten mit einem 90-minütigen Auftritt den glorreichen Abschluss des Festivals darstellen, und das hat die sechsköpfige Band auch locker geschafft. Mit Hologrammen und aufwändiger Projektionstechnik ausgestattet leistete sich die Symphonic-Metal-Band die mit Abstand aufwändigste Bühnenshow auf Rock Harz. Und nicht nur die Festorganisatoren waren spendabel, auch Petrus meinte es gut: Der dunkelblaue Nachthimmel war zu Beginn des Auftritts zwar mit dunkelgrauen und schwarzen Wolken behangen, doch es fiel kein Regen. Und während des Auftritts klärte der Himmel von Song zu Song immer weiter auf, bis sich ein wunderschöner Sternenhimmel auftat und sich letztlich auch der neben der Bühne schwebende Vollmond entschleierte.

Noch beeindruckender als das plötzlich eintretende gute Wetter war jedoch die Band selbst, die live tatsächlich um einiges beeindruckender ist als im Radio oder auf CD. Die Gitarren und das Schlagzeug hauten richtig rein, während die Sängerin Sharon den Adel den gesamten Auftritt hindurch mit voller Power ihre kristallklare Stimme aus ihrem kleinen Körper presste. Die Soundabmischung war super und die Liedauswahl sehr gelungen, ein kraftvolles Best of, das Härte und Energie mit epischeren und düsteren/dramatischeren Liedern mischte. Mein persönliches Highlight waren die Live-Versionen von "Jillian" (zog einen völlig in seinen Bann) und "What Have You Done", das live noch viel stärker und kraftvoller war, da das große Publikum den Part von Keith Caputo übernahm und sich dabei die Seele aus dem Leib brüllte. In dieser Version bekam der Song schon was von einem Within Temptation-Crossover mit der Nu Metal-Band Linkin Park. Einfach nur genial.

So bekam das Festival noch einen epischen und runden Abschluss. Viele gute Bands, super Stimmung, einfach geil.

The Rock still lives on!


Schlussbilanz:

  • Auf dem gesamten Festival keinerlei Gewaltvorfälle (es sei denn, man bezeichnet "Auf den Fuß treten" als Gewalt)
  • 8 ergatterte Autogramme (2 von jedem Alestorm-Bandmitglied)
  • 1 Foto mit der gesamten Feuerschwanz-Truppe
  • 12 komplett verfolgte Band-Auftritte, mehrere zusätzliche teilweise verfolgt
  • Bei Rückkehr im Besitz von 2 T-Shirts mehr als noch bei der Hinfahrt (Diese elende Merchandising-Kauferei...)
  • 2 Gummistiefel, aus denen ich mich rausschneiden lassen musste
  • 1 Paar Schuhe voller Schlamm
  • 1 völlig zerknittertes Programmheft
  • 15 Wunden (entstanden durch scheuernde Schuhe und Stolpereien auf dem Zeltplatz)
  • zig Ohrwürmer
  • jede Menge Fun
  • Und Helga wurde immer noch nicht gefunden!

Chicago feat. Disney Villains

Der Cell Block Tango aus dem hervorragenden Miramax-Filmmusical Chicago, vorgetragen von den Disney-Bösewichtern:



(gefunden via Film Experience)

M. Night Shyamalan geht neue Wege

Für Regisseur und Autor M. Night Shyamalan, der sich mit seinem dritten Kinofilm The Sixth Sense zum Wunderkind erhob und in die Top-Riege Hollywoods aufstieg, dann jedoch langsam aber sicher immer mehr Kritikerschelte einsteckte und nach seinem letzten wirklich großen Kassenerfolg Signs zu einer sehr kontroversen Person in Hollywood wurde, beginnt nun, nach seinem durchwachsen von den Kritikern aufgenommenen Thriller The Happening (solide 142 Mio. Doller Einspiel weltweit), eine neue Ära.

Shyamalan, über den einige Filmfans und Kritiker sagten, er solle eine Zeit lang aufhören seine eigenen Ideen zu verfilmen und entweder Drehbücher anderer Leute verfilmen oder jemand anderem die Regie seiner Konzepte überlassen, ging nun einen Deal mit dem Independent-Studio Media Rights Capital (u.a. Babel) ein. Der Drei-Jahres-Vertrag sagt aus, dass Shyamalan jedes Jahr je einen Thriller produziert, der auf einer seiner Ideen basiert. Regie und Drehbuch werden von anderen Künstlern übernommen.

Für diesen Deal wurde extra das neue Label "Night Chronicles" gegründet, meldet Variety.
Dem führenden Bracnhenblatt erklärte Shyamalan, wie es zu diesem Deal kam. Zum einen habe er mehr Ideen, als er selber umsetzen könne (so dass er einige seiner Ideen "abgibt"), zum anderen hofft er so neue Inspirationen zu finden:

"Filmmakers have always been my inspiration. Working with the next wave of innovative filmmakers will teach me many things that I can bring to my own writing/directing and give my stories the opportunity to be brought to the screen in a stunning way."

Im Gegensatz zu den vorherrschenden Filmkritikern bin ich weiterhin ein Anhänger Shyamalans, da mich seine Geschichten in ihren Bann ziehen und seine ruhige, aber dennoch außerordentlich spannende Regieführung zusagt.
Jedoch wird Shyamalan in Hollywood immer weiter den Boden unter den Füßen verlieren, wenn er nicht bald seinen Ruf aufbessert - mit diesem Deal könnte er tatsächlich seinen Schopf retten. So zeigt er mit der oben zitierten Aussage eine gewisse Bescheidenheit, die ihm so viele in Hollywood ja abstreiten (und ihn deshalb verteufeln). Und was noch viel wichtiger ist: Sollten die von ihm produzierten und ausgedachten Filme Erfolge werden (sei es kommerzieller oder künstlerischer Natur), werden einige Kritiker vielleicht aufhören Shyamalan einen stetigen Abwärtstrend andichten zu wollen.

Genau das würde sich dann zweifelsfrei auch positiv auf Shyamalans nächste Regiearbeit auswirken.
Ich freu mich deshalb auch schon auf die Ankündigung der ersten "Night Chronicles"-Produktion.

Und ihr?

Die Zehn-Satz-Rezension zu "Get Smart"


  1. Der auf der Serie Supermax, der Meisterspion von Mel Brooks basierende Comedy-Actioner handelt vom beim Geheimdienst CONTROL arbeitenden Analysten Max Smart, der nach jahrelangem Bangen endlich als Außendienstagent eingesetzt wird.
  2. Steve Carrell übernahm die Hauptrolle und darf somit mal wieder in seiner Paraderolle als charmanter Beinaheversager mit Köpfchen und Charme brillieren.
  3. An seiner Seite ist die nicht minder charismatische und bezaubernde Anne Hathaway, die nach ihrem Ausflug ins künstlerische Fach endlich wieder ihr komödiantisches Timing unter Beweis stellen darf.
  4. Komödienregisseur Peter Segal (Die nackte Kanone 33 1/3, 50 erste Dates) zeigt in manchen Actionsequenzen ein eher schwaches Händchen für Dramaturgie, weiß aber dennoch solide Actionsequenzen in den komödiantischen Kontext einzubetten ohne die Action lächerlich zu machen - und das Finale und die Fallschirmsequenz früher im Film sind wirklich gelungen.
  5. Der Film selbst leidet jedoch unter einem recht mäßigem Schnitt der manches gehetzt wirken lässt und einem flachen Spannungsbogen.
  6. Aufgrund dessen bleibt das Publikum auch passiver Zuschauer und wird nicht wirklich in den Film gesogen, Spannung kommt kaum auf.
  7. Dafür wissen sowohl Slapstick, als auch Dialogwitz erfolgreich zum lachen zu bringen.
  8. Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt, auch die Nebenrollen sind toll besetzt, unter anderem mit Alan Arkin und Dwayne Johnson.
  9. Bruckheimer.-Stammkomponist Trevor Rabin sorgte für einen flotten Soundtrack, der die Titelmelodie der Serie gekonnt einbaut und abwandelt.
  10. Get Smart ist insgesamt sehr witzig, doch leider fehlte das gewisse Etwas, ein zündender Funke und einige wirkliche Hammergags - zusammen mit manchen unnötigen Szenen (Stichwort: Ballsaal) zieht dies den Film in den oberen Durchschnitt, für zwischendurch aber ist der Film einen Versuch wert.

Dienstag, 22. Juli 2008

Werewolf Women of the SS-Cover

Frisch aus dem Internet, das Cover zum (ersten?) Werewolf Women of the SS-Comic:

Die Dame links erinnert mich ein bisschen an Helga Sinclair aus Disneys Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt... nur mit weniger Klamotten. Das schreit geradezu nach einem Fan-Fiction-Crossover...

Zack und Miri sind ab 18

Vor einiger Zeit äußerte sich ja Seth Rogen über die Probleme seiner kommenden Komödie Zack and Miri make a Porno mit der MPAA. Der von Kevin Smith gedrehte und geschriebene Film soll nämlich kurz davor stehen, ein NC-17-Rating zu erhalten.

Nun ist es offiziell: Auf der offiziellen MPAA-Page wird der Film mit einem NC-17 "for some graphic sexuality" angegeben. Somit würde der Film nur in wenigen US-Kinos gezeigt.

Jedoch meldet CinemaBlend.com, dass bereits Einspruch eingelegt wurde und Smith gegen diese Entscheidung klagt. Mit etwas Glück wiederholt sich also die Geschichte, und der Film wird ungeschnitten mit einem "R" gesegnet.

Mehr zum Thema hier.

Update: Außerdem ist ein erstes, positives, Review aufgetaucht. Achtung, kleinere Spoilerchen! *klick*

Montag, 21. Juli 2008

Monster AG bekommt neue Attraktion

Wie Jim Jill meldet, wird es im Herbst 2011 in Disneys California Adventure-Themenpark eine neue Attraktion basierend auf Die Monster AG geben. Diese Attraktion soll ein familienfreundlicher Achterbahn-Ride sein, dessen Inspiration in der Türjagd-Sequenz des Pixar-Klassikers liegt.
Eine naheliegende Idee, die sich nach Spaß anhört.

Mehr dazu findet ihr bei Jim Hill.

UPDATE: Weinsteins bauen Abstellgleis, stärken so ihren Rücken

Seit die Weinsteins die Disney Company verlassen haben, zeichnete sich ein Bild ab, dass viele Kritiker des Ex-Disney-Präsidenten Michael Eisner wohl kaum erwarteten. Auch ich nicht.

Als Eisner es sich mit den Weinsteins verscherzte (u.a. durch eine Ablehnung des Vertriebs von Dogma und Fahrenheit 9/11 sowie einem Veto gegen die Produktion von Der Herr der Ringe unter dem Miramax-Label) und diese deshalb ihr 1979 gegründetes Studio verließen war ich mir sicher, dass Disney nun ein kraftloses Independent-Label haben wird und die Gebrüder den Erfolg mit sich zu The Weinstein Company nehmen.

Doch wie die vergangenen Jahre zeigen, ist das Gegenteil der Fall. No Country for Old Men, Die Queen, There Will Be Blood bringen Preise und Dollar zu Miramax, während die Weinsteins mit finanziellen Problemen kämpfen.

Diese werden derzeit aber langsam bekämpft, wie ein interessanter Artikel beim Hollywood Reporter zeigt. Laut diesem werden die Weinsteins unter anderem einige ihrer Filme für den Broadway umsetzen.
Außerdem gründeten sie ein neues Label: Third Rail Releasing ein, wie Bob Weinstein zugibt, "Abstellgleis" für Produktionen, denen man keinen Kinoerfolg zutraut, die für den DVD-Markt gedacht sind und aus vertraglichen Gründen ins Kino gebracht werden müssen und diverse ausländische Produktionen, an denen die Weinsteins (aus welchen Gründen auch immer, z.B. Rechtepakete) die Kinorechte besitzen. Oder, etwas diplomatischer gesagt:

We should have had Third Rail two years ago, t's a good way of differentiating between what we really believe in, and what has been for ancillary value.

Wird Third Rail also so etwas wie ein Anti-Qualitätslabel? Oder ist es eher ein Zeichen für Geheimtipps? Ich vermute ersteres, aber nur die Zeit wird es uns beweisen...

Update: Weiterer Artikel über die Lage der Weinsteins

Weiterer Oscar-Talk über WALL•E


Ganz Hollywood blickt derzeit auf Christopher Nolans aktuellen Film The Dark Knight, doch auch WALL•E steht weiterhin an der Tagesordnung. Die Oscar-Diskussionen die kurz vor Kinostart des neuen Pixar-Meisterwerkes ausgelöst wurden wollen einfach nicht abbrechen. Und das ist bereits ein Nagel im Sarg der Ignoranz von Seiten der Acadamy. Denn mehr Medienaufmerksamkeit bedeutet auch höhere Chancen für den kleinen Roboter.

Dieses Mal nimmt sich niemand geringeres als die Kolumnistin Anne Thompson vom Branchenblatt Variety diesem Thema an und bezieht dabei klar ihre eigene Position:

The best-reviewed movie of the year, the sci-fi pic about a plucky little trash-compactor robot has seen its themes, music and politics commented upon far and wide, from the New York Times' Frank Rich to Barack Obama, who gave the pic the thumbs-up after taking his daughter to see it on her 10th birthday.

But movies like "Wall-E" just don't seem to sync up with Academy tastes.

The Academy of Motion Picture Arts & Sciences is still biased toward live-action filmmaking and the old-school production paradigm: screenplay, prep, principal photography and post-production. And with actors comprising the largest single block (23%) of Acad voters, they're looking for performances. A little robot with limited vocabulary may not resonate with them.

[...]
why can't there be an animated performance category to recognize the teams that create toon characters, from voice actors to animators?
"There's a tremendous resistance to adding new categories at this point," Academy executive administrator Ric Robertson says. "There's no proposal for animated performance that has risen to the board level."

[...]

If Disney and Pixar want "Wall-E" to escape from the animation ghetto, they face an uphill battle. "You'll always find resistance to documentaries, foreign language and animation in general," one studio Academy consultant says.
It takes a village to get to a best picture nom. Disney would have to commit some serious bucks to a full-on Oscar campaign. At this point, says Disney Oscar campaigner Jasmine Madatian, "It's still far too early for us to talk about our plans for the awards season."

[...]

Historically, writers, sound and music branches also have nominated animated films. (Pixar's "Ratatouille" earned five nominations last year.) But the directors, art directors, costume designers, editors and cinematographers never have nominated such a film.

[...]

There doesn't seem to be much likelihood of an animated performance category being added any time soon. But the time has come for Academy members to look more closely at how movies are made and reflect those realities in their choices. Otherwise they risk becoming irrelevant.

Den kompletten lesenswerten Artikel findet ihr bei Variety Online.

Mehr zum Thema:

Muppets werden viral

Der Disney Blog wurde fündig: Auf Youtube tauchten in den vergangenen Tagen immer mehr neue Videos mit den Muppets auf. Dabei handelt es sich um virale Videos. Sie werden ohne weitere Promotion ins Netz gestellt und verbreiten sich über Internet-User.
Disney will somit wohl die Internet-Generation wieder auf die Muppets neugierig machen, die ja bald einen neuen Kinofilm bekommen werden. Und ich muss sagen, dass man mit diesen Videos bereits gute Arbeit geleistet hat. Hoffentlich zahlt sie sich aus und wir werden bald mit mehr neuem von den Muppets belohnt.

Bis dahin viel Spaß mit diesen Muppet-Webvideos:

















Rettet Lasseter Disneys Bolt?

Quint von Ain't it Cool News hatte die große Ehre die Walt Disney Animation Studios zu besuchen, um sich mit John Lasseter zu unterhalten und die Produktion des kommenden Disney-Animationsfilms Bolt zu verfolgen. Ihr wisst schon, Bolt, dieser Film, der vom Lilo & Stitch-Erfinder Chris Sanders erdacht wurde, welcher dann jedoch aufgrund seiner Verschrobenheit vom Projekt gekündigt wurde und nun unter der Regie von Chris Williams und Byron Howard mit veränderten Designs und Story für einen Kinostart diesen Herbst (Deutschland: nächster Januar) vorbereitet wird.

Nun, die bisherigen Bilder und Clips sowie der Trailer an sich waren nicht sonderlich überzeugend, aber was Quint schreibt klingt wieder recht nett. Aber lest selbst...

"The Dark Knight" bricht Rekorde

Nach einem eher durchwachsenen Start wird das US-Kinojahr 2008 sich doch noch einen ehrenvollen Eintrag in das große Buch der Kinogeschichte erarbeiten: Nicht nur, dass mit WALL•E ein riesiger künstlerischer Erfolg gefeiert werden konnte, der die Kritiker weltweit in einen Freudenrausch versetzte (97% bei Rottentomatoes), nein, mit Dark Knight erreicht ein ähnlich gepriesener Film (94% bei Rottentomatoes) gigantische Box-Office-Erfolge:

In 4.366 Kinos (darunter 94 IMAX-Kinos) sorgte der neue Batman für den breitesten Start aller Zeiten und spielte allein durch die Previews 18,5 Millionen Dollar ein (und pulverisierte somit den Rekord von Die Rache der Sith die 17 Mio. Dollar einbrachte). Am Freitag gab es dann dank einem Ergebnis von 67,8 Mio. Dollar den erfolgreichsten Starttag aller Zeiten. Das gesamte Wochenende war 158.411.483 Dollar wert - ebenfalls neuer Rekord. Mehr über die Einspielergebnisse findet ihr übrigens bei Insidekino.de.

Übrigens: Während WALL•E für die Kritiker der beste Film des Jahres ist, ist The Dark Knight für die IMDB-User der beste Film aller Zeiten. Zumindest derzeit hat er einen Wert von 9,5!

Sonntag, 20. Juli 2008

Depp und Woo produzieren zusammen Caliber


Johnny Depp wird zusammen mit Action-Regisseur John Woo (Face/Off) die auf der Artus-Sage basierende Mystery-Western-Comicreihe Caliber produzieren, meldet Filmstarts.de.

In der Comicreihe geht es um einen jungen Revolverhelden, der eine von Indianern beschworene Pistole erhält. Zusammen mit seinen Gefolgsleuten reitet er durch die mystische und von Gefahren gespickte Wüste Amerikas, stets mit dem Ziel vor Augen die Armen und Schwachen zu beschützen.

König Artus im Wilden Westen, gepaart mit jeder Menge US-Mystik? Könnte ganz hübsch anzusehen werden...

Joa... Muss nur das Drehbuch noch was herhalten. Und Produzent Depp darf gerne mitspielen. Woo wird jedenfalls neben dem Produzenten-Dasein auch wieder Platz im Regiestuhl nehmen.

Will Ferrell hat zwei Gesichter


Will Ferrell ist nicht nur Mitglied des Frat Pack getauften Komikerklümmels rund um Ben Stiller und Owen Wilson, sondern auch ein ernstzunehmender Schauspieler. Den dramatischeren Will Ferrell konnte man bislang jedoch nur äußerst selten sehen, dafür gehören diese Filme zu wahren Geheimtipps - Schräger als Fiktion sollte in jedem DVD-Regal stehen!

Nun nimmt sich Ferrell wieder eine Pause vom (meistens herrlichen) Rümgeblödel a la Anchorman und versucht sich in der Tragikomödie 2-Face über einen Mann mit gespaltener Persönlichkeit: In ihm schlummern ein Erz-Konservativer und ein Links-Liberaler.

Das Skript stammt vom Hancock-Coautor Vince Gilligan, ein Regisseur für das Projekt wird derzeit noch gesucht.

(Quelle: Slashfilm)

Ist Di Caprio ein Bastard?


Die Diskussionen über Inglorious Bastards nehmen kein Ende. So ist noch immer unklar, welche Studios den lang erwarteten Tarantino-Film produzieren werden, und auch das Casting steht noch in den Sternen. Es kristallisiert sich jedoch heraus, dass Tarantino nach aktuellen Kinostars greift. Nicht nur Brad Pitt ist im Gespräch, sondern auch Leonardo DiCaprio. Variety meldet, dass er eine Hauptrolle übernehmen soll, und der Film noch dieses Jahr in Deutschland und Frankreich gedreht wird.

Di Caprio in einem Tarantino-Film? Mh, klingt ungewöhnlich, jedoch bin ich dem nicht abgeneigt. Zwar gefiel mir Di Caprio bisher nur unter der Regie Scorseses, jedoch traue ich Tarantino ein gutes Händchen beim Casting zu. Er wird schon wissen, warum er auf ihn zukam.

Miley Cyrus möchte "Sex in the City"

Wie die führende US-Programmzeitschrift TV Guide meldet, wünscht sich Teenie-Star Miley Cyrus (Hannah Montana) ein Serienkonzept im Stile von Sex and the City - jedoch an Jugendliche gerichtet und dem entsprechend auch jugendfrei.

Bedenkt man die Millionen von Dollar, die Miley für Disney scheffelt wird es wohl nicht lange dauern, bis jemand versucht tatsächlich ein solches Konzept auf die Beine zu stellen. Doch wie soll das funktionieren? Miley Cyrus als inoffizielle Chefin einer Mädels-Clique, die sich über ihren ersten Kuss und Händchen halten im Kino unterhält?

Oh je, oh je. Das kann was werden.

Der Sir ist wieder da!

He's alive! He's back! So let the party begin!

So Leute, da bin ich wieder! Camping war gestern, Blogging ist heute. Von nun an werde ich euch wieder mit den wichtigsten und interessantesten Neuigkeiten aus der Welt des Entertainments im Allgemeinen und Disney im Speziellen versorgen, euch meine bescheidene Meinung schildern und halt all das machen, was ihr von diesem Blog gewohnt sein.

Außerdem werdet ihr bald erfahren wo ich war und was passiert, wenn man schottische Piraten auf deutsche Metalheads loslässt - und so manches mehr.

Keep Rocking!

Euer Sir Donnerbold

Dienstag, 15. Juli 2008

Sir Donnerbolds kleine Pause

So, liebe Leserinnen und Leser,

es ist der Tag, an dem es so kommen musste. Ich wusste dass es passiert, und ihr habt tief in eurem inneren ebenfalls gewusst, dass es passieren wird...

Ich mache Urlaub!
Naja, nicht wirklich Urlaub im klassischen Sinne, aber ich fahre weg, habe keinen Internetanschluss und werde deshalb für euch keine Neuigkeiten entdecken, Rezensionen verfassen und sonstigen Kram veröffentlichen können. Bis Sonntag Abend wird sich hier im Blog also nicht viel tun. Das ist natürlich schade, aber ich werde nächste Woche versuchen alles nachzuholen.

Vor zwei Wochen passierte ja ebenfalls recht wenig interessantes in Hollywood... Wenn ich Glück habe, ist es diese Woche genauso und ich verpasse kaum etwas. Wie ich mein Glück jedoch kenne, wird das Gegenteil eintreffen.

Wie dem auch sei, ich bedanke mich bei allen für ihre Treue und freue mich darauf, euch bald wieder informieren zu können. Nun aber genieße ich meine freien Tage und hoffe auf gutes Wetter.



Man liest sich,

euer Sir Donnerbold